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29Jan

Bebauungsplan Nr. 241 ‚Römer-Quartier Hüls‘

Kann dieses Projekt einen Fortschritt für Hüls bedeuten?
Daniel Schulz (Sprecher im Stadtplanungsausschuss) erklärt:

Anwohner
Die Mieter des Ahornweg mussten aus der lokalen Presse davon erfahren, dass ihre Wohnungen im Zuge der Baumaßnahmen überplant wurden. Hier ist die VivaVest als Vermieter in der Pflicht, gemeinsam mit dem Investor der Dialog mit den Anwohnern zu suchen. Nur wenn mit offenen Karten gespielt wird und eine faire und vernünftige Regelung für die Anwohner*innen gefunden wird, hat dieses Projekt eine Zukunft.

Verkehr
Die Römerstraße ist genau wie die Victoriastraße eine der Hauptverkehrsstraßen in Hüls. Schon heute sind diese Verkehrswege überlastet. Eine verkehrliche Anbindung muss so geplant werden, dass sich die Situation nicht noch mehr zuspitzt, aber auch die Anwohner der umliegenden 30-Zonen keine Mehrbelastung hinnehmen müssen.

Architektur
Hier ist der Gestaltungsbeirat der Stadt gefragt. Viel zu viele Bausünden mussten die Marler Bürger*innen in jüngster Vergangenheit hinnehmen. Als „Visitenkarte“ und Tor zum Stadtteil muss die Ecke Römerstraße / Victoriastraße besonders sorgfältig geplant werden.

Fußgängerzone
Das Römer-Quartier darf kein „neuer Standort“ sein, sondern muss als Ergänzung zur Fußgängerzone geplant werden. Spätestens wenn das neue Projekt begonnen wird, muss die Fußgängerzone auch saniert werden um die Attraktivität zu steigern. Dabei darf die Entwicklung des Trogemann-Ecke nicht aus den Augen verloren werden.


Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wird sich nicht grundsätzlich GEGEN dieses Projekt stellen. Es darf allerdings nicht als eigenständiger Kaufpark geplant werden, sondern als Ergänzung zum Stadtteil.

26Jan

Bebauungsplan Nr. 224 Ehem. Jahnstadion und Waldschule

Unsere Fraktion hat sich schon in der Vergangenheit deutlich positioniert. Wir sind NICHT gegen die Bebauung des Jahnstadions und würden eine Sanierung der alten Waldschule ausdrücklich begrüßen!
Warum wir aber diesen Bebauungsplan ablehnen möchten wir dennoch erklären.

Die Kernaussage unserer Begründung ist folgende:
Die zunehmende Bebauung und Versiegelung im Plangebiet erhöht sich von derzeit 0,81 ha auf zukünftig 2,27 ha.
20% der Laubwaldbestände und 106 Eizelbäume werden MIT SICHERHEIT fallen!

Zuerst möchten wir auf den Umweltbericht der Landschaft und Siedlung AG eingehen
Dort ist folgendes zu lesen:

Beim Schutzgut „Menschen“ besteht eine hohe Empfindlichkeit für die Wohnnutzungen und Gemeinbedarfsflächen im Umfeld gegenüber zusätzlichen Immissionen. Die Waldflächen und gehölzgeprägten Grünflächen weisen eine hohe bis sehr hohe Bedeutung für Freizeit- und Erholungsaktivitäten auf.
Die Aussagen beim Schutzgut Menschen (Aspekt Erholung und Freizeit) treffen sinngemäß auch beim Schutzgut „Landschaft“ zu.
Die alten Laubwälder und der alte Baumbestand haben nach der Biotoptypeneinstufung eine hohe bis sehr hohe Bedeutung für das Schutzgut „Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt“.
Schutzgüter „Boden“, „Wasser“ und „Klima/Luft“
Erhöhte Empfindlichkeiten bestehen hinsichtlich der im Ostteil kleinflächig vorkommen schutzwürdigen Böden sowie hinsichtlich der alten Gehölz- und Waldbestände, die grundsätzlich eine besondere Bedeutung für die Belange des Klimaschutzes und der Klimafolgenanpassung aufweisen.
Weiter heißt es;
Erhebliche planbedingte Auswirkungen ergeben sich durch die zusätzliche Versiegelung und Überbauung, die Flächeninanspruchnahme von Wald- und Grünflächen und den Verlust von altem Baumbestand.

Darauf wird wie folgt näher eingegangen;
Beim Schutzgut „Menschen (Aspekt Freizeit und Erholung)“ ergeben sich durch den Verlust von öffentlich zugänglichen, waldgeprägten Grünflächen (ca. 0,85 ha) hohe Auswirkungsstärken.
Konfliktschwerpunkte beim Schutzgut „Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt“ und „Klima/Luft“ ist der Verlust von alten Laubwaldbeständen (0,74 ha) ((20% von den vorhandenen 3,5 ha)) und von 106 Einzelbäumen auf Grün-/ Freiflächen im Umfeld des Stadions. Die Auswirkungsstärke ist hoch.

Dabei sollen die entnommenen Waldflächen nicht mal in Marl wieder aufgeforstet werden, sondern in Haltern. Lediglich die 106 entnommenen Bäume von Grünflächen werden in Frentrop kompensiert.

Dann haben wir noch nicht einmal alle erforderlichen Informationen;
Auf folgende Schwierigkeiten und Defizite bei der Erstellung des Umweltberichtes ist hinzuweisen:
– Kenntnislücken bestehen hinsichtlich der im Gebiet vorhandenen Altablagerungen.
– Das Fachgutachten Entwässerung liegt derzeit noch nicht in vollständiger finaler Fassung vor.
– Die Betroffenheit von Straßenbäumen außerhalb des Bebauungsplangebietes wird derzeit noch geprüft.
– Aussagen zu Grundwasserverhältnissen und mögliche planbedingte Auswirkungen sind noch zu ergänzen.

Wenn der Investor seinen Worten Taten folgen lässt, entscheidet er sich für Variante 2 (Seite 50 im Umweltbericht) bei der KEIN Wald zerstört wird.

Aus dem Papier B e g r ü n d u n g zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 224
„Ehem. Jahnstadion und Waldschule“ der Stadt Marl ist folgendes zu entnehmen;

Städtebauliches Ziel für die Entwicklung des Plangebietes ist die Schaffung von neuen, attraktiven Angeboten im Mehrfamilienhaus-Segment. Das neue Wohnquartier soll in seiner Gesamtkonzeption hochwertig entwickelt werden. Die umgebenden waldartigen Strukturen bilden hierfür einen entsprechenden Rahmen.
Nur blöd dass diese waldartige Struktur hier zerstört werden soll.

Zum Landschaftsplan wird folgende Aussage getroffen;
Für den Bereich des Jahnstadions und der angrenzenden Waldflächen stellt der Landschaftsplan Vestischer Höhenrücken (Kreis Recklinghausen 2012) das behördenverbindliche Entwicklungsziel „Erhaltung der Freiraumfunktionen der städtischen Grünzüge“ (Nr. 4.4 I.III) dar.

Stichwort Waldfunktionskarte
Nach der Waldfunktionskarte weisen die Waldflächen im Umfeld des Jahnstadions Erholungs-, Klimaschutz und Sicht- bzw. Immissionsschutzfunktionen auf. Also ist das Märchen vom „Hundeklo“ doch zumindest aus fachlicher Sicht wiederlegt.
Noch ein Fakt den wir beseitigen wenn wir diesem Bebauungsplan zustimmen;

Der zusammenhängende Waldbereich Am Jahnstadion geht unmittelbar südwestlich der Hülsstraße
in die öffentliche Grünanlage „Gänsebrinkpark“ und in den Freien Landschaftsraum der Loe-Auen über.

Unter Bebauung / Gestaltqualität Hochbau und Freiflächen lesen wir;
Durch die geplante Bebauung wird sich der Charakter der verbleibenden waldgeprägten Grünfläche ebenfalls verändern. Zukünftig wird die bis zu 4-geschossige Bebauung des relativ kompakt bebauten Wohnquartieres prägend in Erscheinung treten. Ist es das was wir für diesen Standort wollen? Ist es das was die Hülser wollen?

Ein Fazit gibt es ja auch in diesem Papier:
In Teilbereichen ergeben sich deutliche planbedingte Auswirkungen, die wegen der Wald- und Freiraumverluste dem Entwicklungsziel „Erhaltung und Optimierung“ nicht entsprechen.
Und wie vertuscht man alle Tatsachen die sich ergeben? Mit einer plumpen Aussage;
Der Verlust des grünflächen- und waldbestimmten Charakters in Teilen des Plangebietes wird multifunktional im Rahmen der Eingriffs-Ausgleichs-Bilanz kompensiert.

Überwiegt die Notwendigkeit neuen, attraktiven und hochpreisigen Wohnraum zu schaffen hier wirklich in seiner Dringlichkeit, als dass wir all diese Argumente gegen den aktuellen Plan ignorieren können? Wir sagen NEIN.

Text: Daniel Schulz (Stadtverbandvorsitzender, Sprecher im Stadtplanungsausschuss)

23Jan

Wir stellen uns schützend vor den Wald!

Wieder Thema im Stadtplanungsausschuss, der Bebauungsplan Nr. 224 „Jahnstadion, ehemalige Waldschule“

Unsere Fraktion hat sich zu einem Bauvorhaben am Jahnstadion klar positioniert;

Wir sind NICHT gegen die Bebauung des Jahnstadions und würden eine Sanierung der alten Waldschule sehr begrüßen!

Warum wir den aktuellen Bebauungsplan dennoch ablehnen?

Die zunehmende Bebauung und Versiegelung im Plangebiet erhöht sich von derzeit 0,81 ha auf zukünftig 2,27 ha.

20% des Laubwaldbestands und zusätzlich 106 Einzelbäume werden MIT SICHERHEIT fallen. Mehr als 2/3 der Ersatzpflanzungen werden NICHT auf Marler Stadtgebiet durchgeführt.

Die Sitzung des Stadtplanungsausschuss am 25.01.2018 in der Ratsstube ist öffentlich. Bürger*innen sind herzlich dazu eingeladen!

(Bild: Marler Zeitung)

10Jan

Eine bessere Zukunft kommt nicht von allein

Stadtverband blickt auf das Jahr 2018

#MehrTransparenzFürMarl
Für die Stadt wichtige Themen sollten nicht nur im Rat und den Ausschüssen diskutiert werden. Wir fordern Befragungen von direkt betroffenen Einwohnern als Entscheidungshilfe für die Politiker.

#Stadtplanung
Rathaussanierung, neue Kindertagesstätten, Umbau Stadtmitte, Wohnbebauung am Jahnstadion, Gate.ruhr, Sanierung Gänsebrink, Bau der Sportanlage für die SlyDogs und die Schadstoffdeponie (im Volksmund Giftmüll) auf der Brinkfortshalde…
Nur einige Themen die uns auch 2018 beschäftigen werden. Auch dieses Jahr werden wir diese Vorhaben kritisch hinterfragen und auf Missstände hinweisen. Unvorhersehbare Kostensteigerungen, ökologisch nicht vertretbare Neubaugebiete, eine Verschlimmerung der Verkehrssituation in Marl durch steigenden Schwerlastverkehr und viele weitere Probleme bringen diese Vorhaben mit sich.

#Soziales
Die ersten Schritte sind getan mit der neuen KiTa in der Stadtmitte und den 2 neuen Einrichtungen von Evonik und in Drewer-Süd (ehem. Aloysiusschule).
Weitere Themen werden für uns die Unterstützung des Ehrenamts, die Förderung von freien Einrichtungen für Kinder und Jugendliche und die Integration von Geflüchteten sein.
Eine immer größere Rolle spielt die Integration der älteren Bürger und Bürgerinnen in den Alltag der Stadt Marl. Das funktioniert nur wenn die Stadt mit freien Trägern, Kirchen, Verbänden und Vereinen zusammen arbeitet. Auch städtebauliche Maßnahmen im Bereich Infrastruktur (Barrierefreiheit) sind dazu notwendig.

#Bildung
Der Neubau der Goetheschule muss voran getrieben werden. Andere Schulen müssen dringen mit Hilfe von Fördermitteln energetisch und technisch saniert und renoviert werden. Ein spezielles Augenmerk muss auch auf die Außenanlagen der Schulen gelegt werden. Die Insel-VHS muss weiter gefördert werden um noch mehr hochwertige Bildungsangebote anbieten zu können.

#Kultur
Das kulturelle Angebot in Marl ist reichhaltig und abwechslungsreich. Dieses wertvolle Gut sollten wir erhalten und ausbauen.

#Sport
In Marl gibt es ein reichhaltiges Angebot an Sportarten und Vereinen. Aber gerade die sogenannten Randsportarten kämpfen mit ihren Vereinen um ihr Überleben. Es kann nicht sein dass jeder Stadtteil einen Kunstrasenplatz für den Fußball bekommt, aber kleine Vereine um Hallenzeiten kämpfen müssen und keinen Raum zur Ausübung ihrer sportlichen Leidenschaft bekommen.

#GrünesMarl
Wie 2017 muss auch dieses Jahr wieder daran gearbeitet werden die Ersatzpflanzungen gemäß Baumschutzsatzung im Straßenbegleitgrün voran zu treiben.
Bei neuen Bauvorhaben muss noch frühzeitiger und eindringlicher darauf geachtet werden dass keine großen versiegelten Flächen entstehen und das grüne Bild der Stadt zerstört wird.

Der Schwerlastverkehr muss raus aus Alt-Marl. Die Politik steht in der Pflicht die Bürger zu entlasten. Auch im restlichen Stadtgebiet muss ein vernünftiges Konzept erstellt werden die Verkehrsströme so zu leiten dass die Bürger und Bürgerinnen entlastet werden. Die zahlreichen Neuansiedelungen von Logistikunternehmen schaffen da ein hohes Potential an Mehrbelastung.

Ein Ratsbeschluss allein reicht nicht. Die Stadt muss offensiver mit dem Thema „erneuerbare Energien“ an städtischen Gebäuden umgehen!

Nicht nur die Straßen, nein, besonders Geh- und Radwege haben einen dringenden Sanierungsbedarf in Marl. Die Priorität dafür liegt eindeutig viel zu niedrig! Wir fordern eine verbesserte Infrastruktur für alle die auf den PKW verzichten möchten!

Kinder sind unsere Zukunft. Wir müssen unseren Kindern wieder mehr und attraktivere Freiräume bieten um sich selbst zu verwirklichen. Das „Aufgeben von Spielflächen“ muss sofort aufhören, vorhandene Spielflächen und Grünflächen müssen in einen Zustand versetzt werden der zum Verweilen einlädt.

Mit uns sind weitere Personaleinsparungen bei den städtischen Mitarbeitern nicht zu machen. Auch wenn niemand entlassen wird und nur die pensionsbedingten Stellen wegfallen, stellt die Mehrarbeit für die übrigen Beschäftigten ein gesundheitliches Risiko dar, das sich in vermehrten Krankheitszeiten niederschlagen wird.

Text: Daniel Schulz
Stadtverbandvorsitzender

09Jan

Jahresrückblick 2017

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