Eine bessere Zukunft kommt nicht von allein

Stadtverband blickt auf das Jahr 2018

#MehrTransparenzFürMarl
Für die Stadt wichtige Themen sollten nicht nur im Rat und den Ausschüssen diskutiert werden. Wir fordern Befragungen von direkt betroffenen Einwohnern als Entscheidungshilfe für die Politiker.

#Stadtplanung
Rathaussanierung, neue Kindertagesstätten, Umbau Stadtmitte, Wohnbebauung am Jahnstadion, Gate.ruhr, Sanierung Gänsebrink, Bau der Sportanlage für die SlyDogs und die Schadstoffdeponie (im Volksmund Giftmüll) auf der Brinkfortshalde…
Nur einige Themen die uns auch 2018 beschäftigen werden. Auch dieses Jahr werden wir diese Vorhaben kritisch hinterfragen und auf Missstände hinweisen. Unvorhersehbare Kostensteigerungen, ökologisch nicht vertretbare Neubaugebiete, eine Verschlimmerung der Verkehrssituation in Marl durch steigenden Schwerlastverkehr und viele weitere Probleme bringen diese Vorhaben mit sich.

#Soziales
Die ersten Schritte sind getan mit der neuen KiTa in der Stadtmitte und den 2 neuen Einrichtungen von Evonik und in Drewer-Süd (ehem. Aloysiusschule).
Weitere Themen werden für uns die Unterstützung des Ehrenamts, die Förderung von freien Einrichtungen für Kinder und Jugendliche und die Integration von Geflüchteten sein.
Eine immer größere Rolle spielt die Integration der älteren Bürger und Bürgerinnen in den Alltag der Stadt Marl. Das funktioniert nur wenn die Stadt mit freien Trägern, Kirchen, Verbänden und Vereinen zusammen arbeitet. Auch städtebauliche Maßnahmen im Bereich Infrastruktur (Barrierefreiheit) sind dazu notwendig.

#Bildung
Der Neubau der Goetheschule muss voran getrieben werden. Andere Schulen müssen dringen mit Hilfe von Fördermitteln energetisch und technisch saniert und renoviert werden. Ein spezielles Augenmerk muss auch auf die Außenanlagen der Schulen gelegt werden. Die Insel-VHS muss weiter gefördert werden um noch mehr hochwertige Bildungsangebote anbieten zu können.

#Kultur
Das kulturelle Angebot in Marl ist reichhaltig und abwechslungsreich. Dieses wertvolle Gut sollten wir erhalten und ausbauen.

#Sport
In Marl gibt es ein reichhaltiges Angebot an Sportarten und Vereinen. Aber gerade die sogenannten Randsportarten kämpfen mit ihren Vereinen um ihr Überleben. Es kann nicht sein dass jeder Stadtteil einen Kunstrasenplatz für den Fußball bekommt, aber kleine Vereine um Hallenzeiten kämpfen müssen und keinen Raum zur Ausübung ihrer sportlichen Leidenschaft bekommen.

#GrünesMarl
Wie 2017 muss auch dieses Jahr wieder daran gearbeitet werden die Ersatzpflanzungen gemäß Baumschutzsatzung im Straßenbegleitgrün voran zu treiben.
Bei neuen Bauvorhaben muss noch frühzeitiger und eindringlicher darauf geachtet werden dass keine großen versiegelten Flächen entstehen und das grüne Bild der Stadt zerstört wird.

Der Schwerlastverkehr muss raus aus Alt-Marl. Die Politik steht in der Pflicht die Bürger zu entlasten. Auch im restlichen Stadtgebiet muss ein vernünftiges Konzept erstellt werden die Verkehrsströme so zu leiten dass die Bürger und Bürgerinnen entlastet werden. Die zahlreichen Neuansiedelungen von Logistikunternehmen schaffen da ein hohes Potential an Mehrbelastung.

Ein Ratsbeschluss allein reicht nicht. Die Stadt muss offensiver mit dem Thema „erneuerbare Energien“ an städtischen Gebäuden umgehen!

Nicht nur die Straßen, nein, besonders Geh- und Radwege haben einen dringenden Sanierungsbedarf in Marl. Die Priorität dafür liegt eindeutig viel zu niedrig! Wir fordern eine verbesserte Infrastruktur für alle die auf den PKW verzichten möchten!

Kinder sind unsere Zukunft. Wir müssen unseren Kindern wieder mehr und attraktivere Freiräume bieten um sich selbst zu verwirklichen. Das „Aufgeben von Spielflächen“ muss sofort aufhören, vorhandene Spielflächen und Grünflächen müssen in einen Zustand versetzt werden der zum Verweilen einlädt.

Mit uns sind weitere Personaleinsparungen bei den städtischen Mitarbeitern nicht zu machen. Auch wenn niemand entlassen wird und nur die pensionsbedingten Stellen wegfallen, stellt die Mehrarbeit für die übrigen Beschäftigten ein gesundheitliches Risiko dar, das sich in vermehrten Krankheitszeiten niederschlagen wird.

Text: Daniel Schulz
Stadtverbandvorsitzender

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