„Für Menschen unzumutbar“, aber die bessere Alternative wird gar nicht geprüft…

Die lokalen Medien berichten regelmäßig über die unzumutbare Zustände im Röttgershof. Ein katastrophaler baulicher Zustand wurde auch von der Verwaltung attestiert.

Trotzdem will Die Verwaltung an diesem Standort als Flüchtlingsunterkunft festhalten und diese Immobilie aufwändig sanieren. Einem Antrag der CDU- Fraktion, die Immobilie aufzugeben und das Gebäude abzureißen wollten die anderen Fraktionen nicht geschlossen folgen. Jetzt soll im Sozialausschuss nochmal diskutiert werden ob diese Unterkunft für Flüchtlinge wirklich als Reserve vorgehalten werden muss.

Zur Erinnerung:
Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle hat die Stadt Marl an der Kampstraße in einem ehemaligen Schulgebäude für mehr als 300.000€ eine Flüchtlingsunterkunft für 150 Menschen errichten lassen. Die politischen Vertreter waren begeistert von der Umsetzung. Dort hätten die Flüchtlinge unter sehr guten Voraussetzungen untergebracht werden können.
Diese Einrichtung ging allerdings NIE IN BETRIEB! Nach und nach verschwinden die Einrichtungsgegenstände. Fabrikneue Edelstahlküchen die installiert wurden werden wieder abgebaut.

WARUM? Das werden sich einige fragen, so wie ich es getan habe… Lothar Schubert von der SPD- Fraktion gibt die Antwort. Im Zuge der Rathaussanierung soll das Skulpturenmuseum dort hin verlagert werden. Das Gebäude soll für knapp 8 Millionen Euro umgebaut werden.
Das ist allerdings Zukunftsmusik. Ob der städtische Haushalt eine solche Maßnahme während der Rathaussanierung zulässt ist fraglich.

Jetzt lässt man die Immobilie lieber 4-5 Jahre leer stehen nachdem man 300.000€ investiert hat und möbelt die nächste „Schrottimmobilie“ auf. Ein solches Ergebnis hätte ich mir in einem Stadtplanungsausschuss nicht erträumt. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Daniel Schulz
Baupolitischer Sprecher

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