Gedenken 25 Jahre nach Brandanschlag von Solingen

In Solingen zündeten in der Nacht zum 29. Mai 1993 vier rechtsradikale Männer das Haus der Familie Genc an. Fünf Familienmitglieder starben. Der Anschlag in der nordrhein-westfälischen Stadt gilt als eine der folgenschwersten rassistischen Taten in der Geschichte der Bundesrepublik.

Wir gedenken der Opfer, die vor 25 Jahren bei einem rechtsextremistischen Brandanschlag auf das Haus der Familie Genç sterben mussten. Der Jahrestag mahnt uns, wachsam zu bleiben. Heute gilt mehr denn je: Alle Demokratinnen und Demokraten müssen sich gegen Hass und Gewalt stellen. Rassismus und Antisemitismus darf nicht wieder salonfähig werden.

Unsere deutsche Geschichte hat gezeigt, wie Nationalismus, Hass und Hetze in den Abgrund führen. Die Verrohung öffentlicher Diskussionen macht heute vielen Menschen Sorge. Der Wut einer lautstarken Minderheit müssen wir den Mut der Vielen entgegensetzen. Demokratie ist stärker als der Hass, stärker als die verbalen und realen Brandstifterinnen und Brandstifter. 25 Jahre nach Solingen braucht es einen neuen Aufschrei für Demokratie und gegen Rassismus.

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