Investor berichtet über Sachstand im Marler Stern

Seit etwa einem halben Jahr ist die Fakt AG jetzt im Grundbuch für den Marler Stern eingetragen. Somit hat der Investor schon mehr geschafft als alle seine Vorgänger die versucht haben den „Stern“ wieder zu beleben. Aber gerade die SPD macht mächtig Druck.
Unverständnis bei Daniel Schulz (baupolitischer Sprecher der Bündnis 90/Die Grünen in Marl), denn eigentlich sollten die erfahrenen Lokalpolitiker genug Erfahrung haben um die Maßnahme dort einschätzen zu können. Bauunternehmer haben die Auftragsbücher voll, planerische Tätigkeiten nehmen viel Zeit in Anspruch und das Abschließen von Verträgen ist ein langwieriger Prozess. Einen privaten Investor der erwiesenermaßen DIE LETZTE CHANCE für den Marler Stern ist so vorzuführen ist kein feiner Zug. Der Investor wird selbst höchstes Interesse daran haben die Flächen schnellstmöglich zu entwickeln.

Trotzdem kam der Vorsitzende der Fakt AG, Prof. em. Hubert Schulte-Kemper erneut in den Stadtplanungsausschuss, um den Lokalpolitikern Rede und Antwort zu stehen.

Mehr Sicherheit und ein gepflegtes Erscheinungsbild
Alle Parkflächen werden optisch aufgewertet und technisch auf den neusten Stand gebracht. Auch die Sprinkleranlage muss modernisiert werden. Eine neue Videoüberwachung und mehr Präsenz durch Sicherheitspersonal sollen zur Auflösung der Angsträume sorgen. Auch die Neugestaltung der Außenfassaden ist geplant.

Ankermieter als Erfolgsrezept
Aldi und Edeka als Ankermieter im ehemaligen Karstadt- Gebäude sollen für Leben sorgen. Außerdem sind Mietverträge für nahezu alle Einheiten die im besitz der Fakt AG sind in der Vorbereitung oder unterschriftsreif. Im oberen Teil der Karstadt-Immobilie sollen dutzende kleine Läden entstehen. Auch Gastronomie und eine Kinderbetreuung sind im Gespräch.

Zeitplan
„Alleine das Gutachten und die Planungen für den Brandschutz können mehr als ein Jahr dauern“. Trotzdem ist Hubert Schulte-Kemper optimistisch. „Sie brauchen uns keinen Druck machen, den machen wir uns selbst“. Natürlich möchte der Investor schnell Geld verdienen. Wenn die Renovierung der Parkflächen abgeschlossen ist werden Parkgebühren erhoben. 70 Cent pro Stunde werden es wohl sein. Wenn alle Planungen abgeschlossen sind kann es los gehen. Zu einer genaueren Aussage wollte der Vorsitzende der Fakt AG sich nicht festlegen.

Auch die Stadt muss handeln
Die Rathaussanierung alleine reicht nicht. Die Stadtmitte darf nicht 15 Jahre lang eine Baustelle bleiben. Das Umfeld muss entwickelt werden (z.B. die Bebauung ehem. Hallenbad). Die Befahrbarkeit des Creiler-Platz muss hergestellt werden. Stadtplanerisch ist die Öffnung des Rathausplatzes allerdings ein Desaster, besonders in Hinblick auf die Mobilitätswende.

Fakt AG will mehr
Die Fakt AG möchte 75% der Anteile am Marler Stern halten, so das erklärte Ziel des Investors. Man will das Heft des Handelns in den Händen halten.

Fragen der Fraktion Bündnis90/Die Grünen
Wird die ehemalige Busplatte (Forum) auch weiterentwickelt als „Tor zum Marler Stern“? Wird dort auch für mehr Sicherheit gesorgt?
Hubert Schulte-Kemper: Natürlich sind auch dort Maßnahmen angedacht. Eine Videoüberwachung ist dort aus rechtlichen Gründen wohl nicht möglich. Aber auch dort sieht der Investor Handlungsbedarf!

(Bildquelle: immobilien-zeitung.de)

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