Leben retten mal anders…

(Text: www.marlakuell.de)

Die anhaltende Hitze macht auch der Natur zu schaffen. Die freiwilligen Löschzüge unterstützen deshalb die Stadt Marl beim Wässern der Straßenbäume – und engagieren sich als Baumretter.

Laubbäume verdunsten je nach Gattung zirka 100 Liter bei großer Hitze und leisten einen großen Beitrag für das Stadtklima und das Wohlbefinden in der Stadt. Doch auch Bäume leiden unter der anhaltenden Hitze und Trockenheit und können ihren Wasserbedarf kaum noch decken. Der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl ist bereits seit Tagen unterwegs, um Straßenbäume mit einer zusätzlichen Portion Wasser zu versorgen. Doch bei insgesamt 11.500 Straßenbäumen und der extrem hohen Temperaturen kommen die Mitarbeiter des ZBH mit dem Wässern kaum hinterher und konzentrieren sich auf die jungen Straßenbäume.

Auf Anregung von Bürgermeister Werner Arndt hat das Planungs- und Umweltamt deshalb Stadtbrandmeister Rainald Pöter um Unterstützung gebeten. Der Chef der Marler Feuerwehr musste keine Überzeugungsarbeit leisten. „Alle freiwilligen Löschzüge waren sofort bereit zu helfen und sind schon wenig später tätig geworden“. Auch die Jugendfeuerwehr Hamm helfe mit, so Pöter.

Die Löschzüge Alt-Marl, Lenkerbeck, Sinsen, Hamm und Polsum sind jeweils mit einem Tanklöschfahrzeug unterwegs. Die ehrenamtlichen Baumretter arbeiten in ihrer Freizeit eine lange Liste der Grünflächenabteilung mit den Straßenbäumen ab, die eine kräftige Portion Wasser benötigen. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf den etwa 10 bis 40 Jahre alten Bäumen“, erklärt Abteilungsleiter Mattis Ricken. „Ältere Bäume haben ein weitreichendes Wurzelsystem entwickelt und können längere Hitze- und Trockenperioden besser überstehen.“


Beim Wässern der Straßenbäume erhält die Stadt Marl dankenswerter Weise Unterstützung von der Gelsenwasser AG. Das Unternehmen stellt den Kommunen in seinem Versorgungsgebiet jeweils 5.000 Kubikmeter Wasser für die Rettung des Grüns in der Stadt zur Verfügung.


Auch die Bürger können beim Wässern der Straßenbäume helfen, auch mit geringeren Mengen. Ricken: „Die Bäume freuen sich bei diesen Temperaturen über jeden Eimer Wasser“.

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