Alle Fraktionen im Rat unterstützen unseren Antrag

Zur Erinnerung:

Die Belästigungen der Anwohner des Chemieparks durch die Firma ALBA brachten ein Thema wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.
Wie sieht es überhaupt mit den Schadstoffen in der Luft Marls aus?
Die Frage lässt sich einfach beantworten. Man weiß es nicht, besser, man soll es nicht wissen.
Zur Ermittlung von Schadstoffen in der Luft gibt es ein Netz von Messstationen in NRW. Dieses unterteilt sich in Schadstoffe aus städtischen Hintergrundquellen, Verkehrliche Schadstoffe und Industrieschadstoffe.
Von 1980 – 1996 gab es auch in Marl 2 Messstationen.
Eine an der Dorfstraße in Marl-Polsum und eine vor der Schule in Marl-Sickingmühle.
Vernünftigerweise hatte das Landesumweltamt die Stationen in Windrichtung östlich der Chemieparks VEBA-Scholven und Marl eingerichtet. 1996 erfolgte dann, aus nicht bekannten Gründen, die Abschaltung der Polsumer Messstation und die Station in Sickingmühle wurde von der Messung von Industrieschadstoffen auf die Messung städtische Hintergrundschadstoffe umgestellt.
Damit wurden keine Werte mehr für
– Schwefeldioxid (SO2)
– Stickstoffmonoxid (NO)
– Stickstoffdioxid (NO2) ermittelt.

Da das Landesumweltamt auf seiner Webseite darauf hinweist, dass sie gerade auf kommunale Unterstützung bei der Aufstellung von Messstationen angewiesen ist, weil die Gemeinden ihre belasteten Orte am besten kennen, sollte die Stadtverwaltung aktiv werden, um die Messstation in Polsum wieder in Betrieb zu nehmen und sie Station in Sickingmühle wieder aufzurüsten.

In diesem Zusammenhang beantragten wir:
Die Stadtverwaltung beantragt beim Landesumweltamt (LANUV)
– Die Wiederinbetriebnahme der Messstation in Marl-Polsum als Industriemessstation
– Die Umwandlung der Messstation in Marl-Sickingmühle von einer städtischen Hintergrundmessstation zur Industriemessstation

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