Beschluss zum chinesischem Außenhandelszentrum

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Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat auf ihrer Fraktionssitzung einen Beschluss zum geplanten Chinesischen Außenhandelszentrum an der Herzlia-Allee gefasst. Die Fraktion begrüßt die Ansiedlung neuer Investoren hofft aber, dass ökologische Aspekte nicht vergessen werden.
„Natürlich begrüßen wir es, wenn sich ein vergleichsweise großer Investor entscheidet in unsere Stadt  zu investieren. Dass in Marl nun ein Außenhandelszentrum für das größte Exportland der Welt entstehen soll, müssen wir als Chance für die Stadt begreifen und nutzen.“, erläutert Max Malkus stellv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen den Be- schluss der Fraktion.

Das bei allen Möglichkeiten, die sich der Stadt durch solch eine Ansiedlung bieten, aber Bedacht und Umsicht nicht fehlen dürfen, stellt die Fraktion auch klar.  Birgit Sandkühler, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion: „Der neue Architektenvorschlag macht einen soliden und seriösen Eindruck. Wir hoffen dennoch, dass beim Bau des Zentrums um- weltgerechte Technologien nicht vergessen werden. Solarenergie und Verzicht auf übermäßige Bodenversiegelung sind mittlerweile Standardelemente bei derartigen Projekten.“

In den letzten Monaten gab es viel Ärger in der Politik über das Projekt und viel Unmut in der Marler Bevölkerung.

„Vieles hängt davon ab, wie so ein gewaltiges Projekt kommuniziert wird, es macht einen Unterschied, ob wir als Politik und

Verwaltung die Bevölkerung vom ersten Moment an mit einbinden oder nicht.  Luftschlösser oder parteipolitisches Taktieren verunsichert die Marler Bevölkerung nur.  Jetzt in der kommenden Ratssitzung noch einmal Anfragen zu stellen, wie es einige

Fraktionen tuen halten wir für unnötige Schikane, da die gestellten Fragen so längst in interfraktionellen Arbeitskreisen erörtert und beantwortet worden sind. Unsere Fraktion erwartet vom Bürgermeister, dass die Aussagen die jetzt auf dem Tisch liegen, gelten“, so Malkus.

Bündnis 90/ Die Grünen stellen in ihrem Beschluss ebenfalls klar, dass es für sie keinen Unterschied macht, ob der Investor aus China oder einem anderen Erdteil kommt. So lange sich die Firmen an Recht und Gesetz halten, können sie nicht stellvertretend für die Politik des Herkunftslandes zur Rechenschaft gezogen werden   so fair müssen wir sein und dass muss auch den Gegnern des Zentrums klar gemacht werden – heißt es im Beschluss.

Die Ängste, die es darüber hinaus gibt, nimmt die Fraktion allerdings ernst. Max Malkus, auch Mitglied des Integrationsrates,  meint dazu: „Angst vor dem Unbekannten gibt es immer, aber nichts hindert uns um das chinesische Handelszentrum in das Marler Stadtleben mit einzubinden. In den Marler Gymnasien wird Chinesisch unterrichtet, ich kann mir z.B. vorstellen, dass, wenn das Zentrum einmal in Betrieb ist, mit Hilfe des Integrationsrates versucht werden kann, Schülerpraktika zu etablieren.“

Insgesamt blicken Bündnis 90/Die Grünen dem Projekt Chinesisches Außenhandelszentrum in Marl positiv, aber nicht unkritisch entgegen.

 

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