Erneuerbare Energien in Marl: „Kein Anschluss unter dieser Nummer… „

Bündnisgrüne Landtagsanfrage mit vernichtendem Ergebnis

Die Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hatte eine Große Anfrage an die Landesregierung gestellt.

Ziel der Großen Anfrage war es, aufzuzeigen, wo die Städte und Gemeinden in NRW bei der Nutzung ihrer Erneuerbaren-Energien-Potenziale stehen, welche Ziele sie sich gesetzt haben, welche Maßnahmen zur Erreichung dieser sie ergreifen und wie die Landesregierung sie dabei unterstützt. Diese Informationen geben einen Überblick über den Stand der Nutzung der Erneuerbaren in NRW und sind wichtig zur Steuerung der Energiewende in unserem Land, sie werden jedoch bislang nicht in nutzbarer Form veröffentlicht.

Während das landesweite Ergebnis schon ernüchternd ist, weist gerade Marl bei allen Energieformen hintere Plätze auf.

Während sie bei der Windenergie noch 33% ihrer möglichen Fläche ausgeschöpft hat und damit auf Platz 79 im Landesvergleich liegt, ist es bei der Effizienz der Stromerzeugung aus Windkraft schon Platz 101.

Katastrophal sieht es bei der geeigneten Dachfläche für Photovoltaik aus. Lediglich 3% der möglichen Flächen sind mit PV-Anlagen versehen und innerhalb NRW liegt man damit auf Platz 302. Freiflächen für Photovoltaik sind vorhanden, werden aber zu 0% genutzt.

Nutzung von Solarthermie ( Platz 99 ) und Nutzung von lediglich 0,6% möglicher Geothermie ( Platz 260 ) runden das schlechte Gesamtbild ab.

Birgit Sandkühler, umweltpolitische Sprecherin der Marler Bündnisgrünen meint dazu:

„ Die Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien ist nicht alleine Aufgabe der Stadt. Die Landesregierung müsste eigentlich die Investoren und Kommunen aktiv beim Ausbau unterstützen.

Statt dessen macht sie genau das Gegenteil und behindert den Ausbau und vernichtet tausende Arbeitsplätze. Jüngstes Beispiel sind die neuen gesetzlichen Regelungen bei der Windkraft.

Seit dem Regierungswechsel ist der Ausbau praktisch zum Erliegen gekommen. Es ist traurig, dass mehrere Gutachten zeigen, dass wir unseren gesamten Energiebedarf durch erneuerbare Energien decken könnten und dies boykottiert wird.“

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