Gänsebrink-Teich soll erhalten bleiben!

Sachverhalt
Seit 2015 wird von der Verwaltung mit Zustimmung der Ratsgremien die Absicht verfolgt, den Teich im Gänsebrinkpark zu einem Fließgewässer
umzubauen. Dies vor allem um die Gewässerqualität zu verbessern, den Unterhaltungsaufwand zu reduzieren und eine bessere Bespielbarkeit zu erreichen.
Zu dem Zweck wurde eine wasserrechtliche Genehmigung eingeholt und Fördermittel beantragt. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid über 109.920 € nach der Förderrichtlinie Hochwassermanagement und Wasserrahmenrichlinie des Landes liegt vor.
In der weiteren Planung wurden dann Bodengutachten eingeholt die zeigen, dass es einen nicht erwarteten Sicherwasserzustrom aus der östlich angrenzenden Auffüllung gibt. Insbesondere war das umso überraschender, als da die Beprobung im August 2018 stattfand, in einer Zeit, in der es drei Monate vorher keinen nennenswerten Niederschlag gab. Hier hätte nach allgemeinem Verständnis der Hydrologie gar kein Sicherwasser anfallen dürfen. Woher es einen Grundwasserzustrom gibt, der über der den Grundwasserhorizont eigentlich bestimmenden Gewässersohle des Lohmühlenbachs liegt, bleibt spekulativ.
Das Sickerwasser selbst ist ohne Schadstoffbefund. Jedoch führt das Sickerwasser dazu, dass die mit der Maßnahmen anzulegenden neuen Böschungen ständig durchströmt und damit instabil sind. Die Instabilität wird durch die Absenkung des Wasserspiegels bei der Lösung „Fließgewässer“ größer. Sie ließe sich nur durch aufwendige Maßnahmen vermeiden. Indem zum Beispiel mit einer Spundwand eine ca. 100 Meter lange Zuflußsperre gebaut wird. Das davor anfallende Sickerwasser müsste anders abgeleitet werden (Pumpen, Sickerwasserdrainage) etc.

Die daraus resultierenden Kosten können nur geschätzt werden, könnten aber auch einen knapp sechsstelligen Betrag erreichen und bedingen auch weitere Unterhaltungsaufwendungen. Aus Sicht des Fachamtes werden die Kosten unverhältnismäßig zu dem erzielten Nutzen.
Insoweit sollte der Teich erhalten bleiben und der Schlamm ausgebaggert werden. Für diese Unterhaltungsmaßnahme stehen keine Fördermittel zur Verfügung. Die kalkulierten Kosten liegen hier auch in etwa der gleichen Höhe wie beim Umbau (ca. 137.000 Euro). Mittel in Höhe von 311.500 Euro stehen im Haushalt bereit, insofern wäre die Maßnahme finanziert.
Durch die bereits durchgeführten Fällungen von Bäumen im Uferbereich ist bei einer entsprechenden Pflege des Bestands künftig mit weniger Laubeintag im Teich zu rechnen. Trotzdem müsste der Teich etwa alle zehn Jahre entschlammt werden um eine akzeptabel Wasserqualität zu sichern.
Die gewünschte Verbesserung der Nutzungsqualität und Nutzungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger kann durch Aufwertung weiterer Flächen, insbesondere durch Schaffung neuer Bewegungs- und Erlebnisangebote im Gänsebrinkpark erreicht werden.
Ein entsprechendes Planungsverfahren könnte bei Vollbesetzung der Vakanzen in der Abteilung 61.3 im Herbst 2019 beginnen.

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