Hass im Netz

Experten sprechen von einer dramatischen Zunahme von Drohungen und Hassbotschaften im Netz. Diese richten sich auch gegen Politiker. Außerhalb des Internets reden sich die Leute auch in Rage und schießen über das Ziel hinaus. Wenn es aber nicht am Stammtisch bleibt, sondern per Mail verschickt oder in Foren geschrieben wird, findet das sehr schnell Verbreitung. Das hinter dem politischen Ehrenamt ein Mensch steht scheint egal zu sein. Kinderficker, Deutschlandhasser und Dreckspack sind nur einige Ausdrücke die täglich fallen. Meine Frau hat teilweise Angst um unsere Kinder wenn sie einige der „ganz schlimmen“ Sachen liest. Ganze Gruppen und Seiten im Internet werden erstellt um persönliche Anfeindungen, Lügen und Beleidigungen zu verbreiten.

Dass die Politik vor den zunehmenden Anfeindungen zurückweichen könnte, halte ich für keine Option. Denn als gewählte Mandatsträger lassen wir uns nicht einschüchtern. Ich plädiere für einen respektvolleren Umgang und ich würde mich sehr freuen, wenn wir den vermeintlichen Gegensatz zwischen Bürgern und Politikern auflösen. Auch als Politiker bin ich ganz normaler Bürger dieser Stadt.

Daniel Schulz (Stadtverbandvorsitzender in Marl)

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