Ist unser Stadtklima noch zu retten?

Der Regionalverband Ruhr stellt auf seinen Servern eine Fülle an Geo-Daten zur Verfügung. Unter anderem auch sogenannte Klimakarten. Dort wird grafisch dargestellt welche Klimazonen in einer Kommune vorherrschen.

Wie würden sich wohl die klimatischen Bedingungen verändern wenn die letzten Grünzüge durchschnitten werden? In Marl ist genau das an vielen Stellen geplant!

Beispiel Marl-Hüls

Auch wenn es nicht so scheint, ein absolut unverzichtbarer Aspekt für ein gesundes Klima in Hüls ist der Gänsebrink und der Wald am Jahnstadion. Für die Stadt wirkt ein nahe gelegener Wald wie eine große Klimaanlage. Warme Stadtluft und kühle, saubere Waldluft werden ständig ausgetauscht. Die Pflanzen verdunsten, während sie atmen, zusätzlich Wasserdampf und entziehen ihrer Umgebung die hierfür benötigte Energie. Sie senken so die Temperatur in ihrer Umgebung deutlich ab und sorgen auch für die angrenzende Bebauung für einen angenehmen Kühleffekt. Wie wichtig das für den Stadtteil Hüls ist sehen wir auf der folgenden Karte. Der positive Klinaeffekt zieht sich von LoeMühle über den Gänsebrink und den Jahnwald bis hin zum (ehemaligen) Fischerwädchen weiter Richtung Norden.

Beispiel Stadtmitte

„Die Stadtmitte ist doch so grün“ sagen viele. Aber welche elementare Rolle diese Grünzüge für das Stadtklima spielen und warum diese unbedingt erhalten bleiben müssen sehen die wenigsten. Als letzte „Klimaanlage“ funktioniert noch der Grünzug um den Marler Stern (City-See, alter Friedhof, ehem. Hallenbadgelände und Försterbusch). Aber auch hier sind ambitionierte Bauprojekte und die verkehrliche Erschließung dieser Freiräume geplant. Wir durchschneiden die letzten Grünzüge von denen sowohl die Stadtmitte wie auch der Stadtteil Brassert profitieren.

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