Kampf gegen Wahlplakate

Kommentar zur Sache

Der Ansatz den die SPD in Marl da aufgreift ist gut. Der Plakate- Wahnsinn muss ein Ende haben!

Dabei waren es zur letzten Europawahl gerade SPD, MLPD und AfD die in Marl jede Laterne belegt haben. Man sollte auch nicht verschweigen das die Plakate von SPD und MLPD vorwiegend sogenannte „Hohlkammerplakate“ aus Kunststoff waren. Die Bündnisgrünen haben 60 Standorte im ganzen Stadtgebiet belegt, wie gewohnt mit Plakaten aus Recycling- Pappe. In diesem Jahr haben wir die Plakate nach der Wahl erstmals an interessierte Bürger*innen als Andenken verschenkt (es kamen einige Anfragen wegen der schönen Motive). Der Rest landete im Altpapier.

Aber seit der letzten Europawahl scheint das eigene Fehlverhalten nur noch Schall und Rauch, angesichts der aktuellen Umfragewerte. Inhaltlich sind die Grünen der natürliche Partner der SPD. Doch den Sozialdemokraten nütze es wenig, sich grün ­anzustreichen. Es braucht keine grünere SPD, sondern eher SPD pur. Sie müssen die alten Tugenden leben: Mit Solidarität und ­Gerechtigkeit werben, Menschen den ­Aufstieg ermöglichen, ihnen ­Zugang zu Bildung, Mitbestimmung und Teilhabe geben. Das ­erwarten die Leute von ihnen.

Die SPD in Marl versucht krampfhaft „grüner als die Grünen“ zu sein, nur eine glaubhafte Zusammenarbeit ist nicht gewünscht. Die letzte Konsequenz fehlt den Genossen. Anstatt klare Entscheidungen zu treffen, zielt jeder Antrag darauf ab die Themen in Arbeitsgruppen kaputt zu reden. Diese latente Angst alles „noch schlimmer“ zu machen ist spürbar und sichtbar.

Und mittendrin die „Grüne Wählergemeinschaft“ in Marl. Die Damen und Herren stimmen neuerdings einem Haushalt zu der die Personalsituation im Rathaus weiter verschärft und die zukünftigen Generationen mit mehr als 100mio Euro Schulden belastet. Selbst Bauvorhaben die dem Sinn eines Klimanotstands widersprechen werden kommentarlos mitgetragen. Die Kulturgrünen in Marl hängen sich verzweifelt an den Strohhalm, durch die ehemals mächtige SPD in Marl bei der Kommunalwahl Vorteile zu erhaschen, anstatt mit Gleichgesinnten eine vernünftige grüne Politik in Marl einzufordern. Dabei ist die kommende Kommunalwahl eine Chance den Rat endlich so zu gestalten, das grüne Politik endlich eine größere Stimme bekommt. Liebe Wählergemeinschaft, bitte bekennt euch zu euren Wurzeln anstatt der SPD in den Abgrund zu folgen.

Wir werden diesen Antrag unterstützen weil er genau das fordert, was wir seit Jahren praktizieren.

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