Kann der „neue“ Marler Stern überzeugen?

Neue Geschäfte
Neben einem Lebensmittel-Discounter (Aldi) und einem EDEKA hat sich der Billigladen AKTION für den Standort entschieden. Auf den ersten Blick keine Aufwertung des Angebots in der Stadtmitte.

Allerdingt schwärmte der Investor „wir haben fast eine Vollvermietung erreichen können, die Verträge werden bald unterschrieben“. Bei der Masse an Leerständen ist da ja noch Platz für „mehr“. Als Beispiel führte der Investor ein Marken -Outlet an, Gastronomie im gehobenen Segment und viele kleine Einheiten mit höherwertigen Sortimenten.

Autos auf dem Creiler-Platz
„Stadtplanerisch halte ich es für einen fatalen Fehler“ so der baupolitische Sprecher D. Schulz der Grünen in Marl. Der Fraktionsvorsitzende Sandkühler führte aus „Wenn der Marler Stern stirbt haben wir über Jahrzehnte eine Ruine in der Stadtmitte. Die geplanten Parkplätze sind für uns nur eine „Modeerscheinung“ und dienen gerade als Mittel zum Zweck. Dieser Fehler lässt sich korrigieren wenn der Marler Stern sich wieder etabliert hat“.
Auf Dauer gesehen müssen wir den Verkehr minimieren. Das wird mit der Mobilitätswende kommen, da sind wir uns sicher!

Bäume weg? Geht gar nicht!
Im Stadtplanungsausschuss haben wir nach einer konkreten Zahl gefragt, wie viele Bäume fallen sollen. Die Verwaltung sprach von lediglich zwei Bäumen die der Investor plant zu entnehmen.

Der Investor muss zahlen…
Natürlich muss der Investor zahlen. Aber wir wollen mal ehrlich sein. Die Stadt wird als „Miteigentümer“ auch ihren Beitrag leisten müssen (wenn auch nur einen sehr geringen Anteil). Allerdings ist das ständige Gemecker über die Revitalisierung des Marler Sterns unsinnig. Im Endeffekt kann die Stadt froh sein das es einer versucht, denn eins ist klar, noch eine Chance bekommt das Einkaufszentrum definitiv nicht!

Wie geht es weiter?
Nachdem die neuen Geschäfte da sind, die Fassade erneuert ist, die Parkplätze voll sind… Jaaaa, da soll es weiter gehen. Das Rathaus wird saniert und der gesamte Creiler-Platz soll ein neues Gesicht bekommen. Das Gelände vom ehemaligen Hallenbad soll bebaut werden (Wohnbebauung) und die ehemalige Schule an der Kampstraße soll DAS KULTURZENTRUM in Marl werden mit Volkshochschule, Bibliothek und Skulpturenmuseum.

Auch der Stern -Investor plant weiter… Das „Cafe am See“ und ein großen Hotel mit Tagungsräumen wünscht er sich direkt in der Stadtmitte. Wir dürfen gespannt sein…

(Bilder: www.fakt-ag.com )

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