Kein Schutz für unsere Kinder

Einen heißen Sommer mit starker Sonneneinstrahlung erlebten wir nicht erst im letzten Jahr.
Der Klimawandel ist schon seit Jahren deutlich zu spüren, wenngleich politische Maßnahmen auf Welt-, Europa- oder Bundesebene entweder gar nicht oder zu spät ergriffen werden.
Es ist also damit zu rechnen, dass die Erwärmung weiter vor allem auch die Städte aufheizt.
Den Kommunen kommt hier eine besondere Aufgabe zu. Wir diskutieren zu Recht über Straßenbäume, über die Begrünung von Fassaden und andere Maßnahmen, die das Klima im überhitzten Marl nicht nur angenehmer, sondern auch gesünder machen.

Marl hat viele schöne neue Spielplätze errichtet (weitere sind geplant), neue Schulen und Kindertagesstätten wurden und werden noch gebaut. Wer allerdings im letzten Sommer un-
terwegs war, konnte feststellen, dass die Spielplätze verwaist in der prallen Sonne lagen, die Schul- und Kindertagesstättenkinder – sofern sie überhaupt draußen waren – sich um meist kleine Schattenplätze versammelten.
Vor diesem Hintergrund stellten wir zur Behandlung im zuständigen Ausschuss den Antrag:

1. Die Verwaltung berichtet
a. über die Anbringung von möglichen Sonnensegeln besonders auf neuen Spielplätzen, wo evtl. getätigte Baumpflanzungen noch nicht genügend Schatten spenden können.
b. über die Möglichkeit, vorhandene Schulhöfe und Außenanlagen von Kindertagesstätten zu beschatten.
2. Die Verwaltung unterbreitet zudem Vorschläge, wie mittel- bis langfristig alle oben genannten Außenbereiche mit Schatten spendenden Bäumen ausgestattet werden können.

Dieser Antrag hat tatsächlich im zuständigen Ausschuss keine Mehrheit gefunden und wurde (nur durch 2 Enthaltungen) abgelehnt. Im Hinblick auf die immer extremeren Wetterlagen eine fatale Fehlentscheidung auf Kosten unserer Kinder.

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