Logistik-Standort Marl – Wo fahren und parken die LKW´s?!

Mit der Entscheidung die Stadt Marl als Logistik-Standort zu entwickeln kommen die Probleme. Längst sind Lastkraftwagen nicht mehr aus dem Stadtbild von Marl wegzudenken.

Nach spätestens 4,5 Stunden Lenkzeit muss eine Pause von mindestens 45 Minuten eingelegt werden.
Die tägliche Lenkzeit darf in der Regel nicht mehr als 9 Stunden betragen, demnach kann der Arbeitstag für einen Lkw-Fahrer folgendermaßen aussehen:
-4,5 Stunden Lenkzeit + 45 Minuten Pause + 4,5 Stunden Lenkzeit
-Es besteht auch die Möglichkeit, dass Lkw-Fahrer ihre Pause teilen. In diesem Fall muss der erste Pausenblock mindestens 15 Minuten betragen und der zweite mindestens 30 Minuten. Diese Reihenfolge kann nicht umgekehrt werden.
Ein Beispiel für eine solche Aufteilung sieht so aus:
-2 Stunden Lenkzeit + 15 Minuten Pause + 2,5 Stunden Lenkzeit + 30 Minuten Pause + 4,5 Stunden Lenkzeit

Diese Pausen werden häufig direkt an den Logistikstandorten eingelegt, wo aber kaum Flächen dafür vorgesehen sind. Die Folge ist, das die Fahrer ihre Pausen auf öffentlichen Verkehrsflächen einlegen wo es zu schweren Verkehrsbehinderungen kommt.

Keine geeignete Infrastruktur vorhanden
Dabei fehlt es den Fahrern am Nötigsten; Ein gut ausgebauter Parkplatz mit sanitären Einrichtungen. So sollte man doch intensiv darüber nachdenken, außerorts geeignete Flächen dafür auszuweisen um die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten. Denn mit der Fülle an Betrieben die starken Verkehr in diesem Bereich verursachen (Metro-Logistik, Arvato, DPD, ALBA, Chemiepark, Gate.ruhr, u.v.m.) ist dieses Problem hausgemacht!

Baupolitscher Sprecher Daniel Schulz:
Die Belastung durch den rollenden Verkehr ist schon enorm, auch im Hinblick auf viele noch anstehende Großprojekte wie die Erschließungsmaßnahmen von Gate.ruhr die enormen Schwerlastverkehr hervorrufen wird, die 1,2mrd. Investitionsvolumen die der Chemiepark angekündigt hat und die potentielle Schadstoffdeponie auf der Halde Brinkfortsheide die im Raum steht und noch zahlreiche andere Projekte und Ansiedelungen.

In einer Diskussion des Stadtverbands haben wir über einige Lösungsansätze diskutiert. Der Schwerlastverkehr muss intelligent gesteuert werden, ohne Schnellschüsse der Politik. Schwerlastverkehr gehört (wenn möglich) sofort auf die Bundesautobahnen, zumindest aber auf gut ausgebaute Bundesstraßen ohne Ortsdurchfahrung. Dabei muss man ernsthaft in Erwägung ziehen auch einige Streckenabschnitte für Schwerlastverkehr nachhaltig zu sperren ohne die Problematik dabei aber zu verlagern!

Der ruhende Verkehr gehört in die Gewerbe- und Industriegebiete wo ausreichend breite Stellplätze vorhanden sind und eine dafür vorgesehene Infrastruktur vorhanden ist. Sollte dies nicht zu realisieren sein müssen wir als Kommune darüber nachdenken in Kooperation mit privaten Investoren eine Art „Autohof außerhalb der Ortschaft zu errichten. Denn wir können die Fahrer nicht im Regen stehen lassen!

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