Pressemitteilung: Marl trifft Tel Aviv – Grüner Ratsaustausch

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Max Malkus, Mitglied des Stadtrates in Marl und stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Marl traf in Israel Citiy4all, die Links-Grüne Fraktion im Stadtrat von Tel Aviv, Israel.


„Die letzten Tage waren sehr anstrengend aber auch sehr aufregend, wir haben viele Gespräche geführt und ich konnte vieles mitnehmen“, sagt Max Malkus über die letzten 10 Tage. Das 20 -jährige Grüne Ratsmitglied kommt gerade von einem politischen Besuch in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten. Dort traf er unter anderem Bürgerrechtlerin Anat Hoffman, die zuletzt wegen ihres Protestes für die Rechte der Frauen an der Klagemauer in Jerusalem weltweit für Aufsehen sorgte1. Weiter standen Treffen mit Jugendsozialarbeiter und Mitbegründern der Agudah2 und ein Besuch des Jugendzentrums, das vor fast genau einem Jahr Mittelpunkt eines Homophoben Angriffs eines Attentäters in Tel Aviv war, bei dem zwei Jugendliche ermordet wurden, auf der Agenda. „Die Menschen die sich hier allesamt freiwillig engagieren, machen einen ausgezeichneten Job und verdienen unseren Respekt. Nach so einem Ereignis den Jugendlichen wieder Mut zu zu sprechen, sie aufzubauen und die wichtige Jugend- und Aufklärungsarbeit fortzusetzen ist wichtig und in keinem Fall selbstverständlich…“

Nach Zusammenkünften im Außenministerium mit dem Verantwortlichen Direktor für den Nahostkonflikt, einem Treffen mit den Mitarbeitern des NGO-Monitor, einer Organisation die unter Leitung von Professor Gerald Steinberg die Berichterstattung über den Nahostkonflikt selbst analysiert und Unregelmäßigkeiten veröffentlicht, wurde in Jerusalem auch das Büros der World Union for Progessive Judaism besucht. Ein Besuch mit Ilan Mor, dem ehemaligen Botschafter Israels in Deutschland, musste wegen Terminschwierigkeiten kurzfristig abgesagt werden.

Im Rathaus von Tel Aviv traf Max Malkus dann seine Ratskollegen aus der Fraktion City4All. Citiy4all ist mit 20% die zweitstärkste Fraktion im Stadtrat von Tel Aviv und ist ein Zusammenschluss aus Grünen und Linken in Tel Aviv. Im Gespräch mit Dr. Noah Efron wurdendann die Probleme Grüner Politik in Israel und die Probleme in Tel Aviv selbst erörtert. „Die Grüne Bewegung in Israel ist noch relativ jung und von der Entwicklung her in Israel vergleichbar wie bei uns in den 80ern, dennoch sind die Themengebiete gleich. Es geht um alternative Energien, gerade in Israel um die Solarenergie, den Wasserverbrauch, Umweltschutz und ganz aktuell um das Transportproblem im öffentlichen Nachverkehr,“ so Malkus nach dem Treffen. Dass das Thema ÖPNV für die Grünen in Israel im kommunalen Bereich ein wichtiges Thema ist, bestätigte sich auch bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Grünen Bewegung in Jerusalem. Zum Abschluss der Reise meint Max Malkus: „Alles in Allem freut es mich, dass wenn man sich die Mühe macht und genau hinsieht, Israel so viel mehr ist als der Nahostkonflikt. Zwar hat der Aufenthalt gezeigt, dass auch Israel fern ab vom Konflikt seine ganz eigenen sozialen, ökologischen und ökonomischen Probleme hat, es jedoch auch genug Menschen hier gibt, die sich mit Bedacht für ihre Sache einsetzen und es sich lohnt auch dorthin zu gucken.“

 

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