Stellungnahme des ZBH – Forstliche Verkehrssicherungsarbeiten des Zentralen Betriebshof

Frage des Herrn Thieme:
Fragen zum Wahrheitsgehalt erfolgter Pressemitteilungen über forstliche Verkehrssicherungsarbeiten des Zentralen Betriebshofes in der Örtlichkeit des Försterbusches und zur Beachtung des Bundeswaldgesetzes.

Antwort des allgemeinen Betriebsleiters ZBH (Michael Lauche):
Herr Lauche führt dazu aus, ca. 320 ha Wald von insgesamt 2.100 ha auf städtischem Gebiet befänden sich im Eigentum der Stadt Marl. Zu den Obliegenheiten des Eigentümers gehörten dabei insbesondere die Aufgaben zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit an den Waldrändern. Erforderliche Kontrollgänge würden durch spezielle FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.) zertifizierte Baumkontrolleure durchgeführt. Diese Dienstleistung führe der Zentrale Betriebshof nicht selbst aus, sondern bediene sich mangels eigenem dafür qualifiziertem Personal eines fachkundigen und leistungsfähigen Dritten. Dieser erfasse betroffene Gefahrenbäume und melde diese an den Zentralen Betriebshof. Der Zentrale Betriebshof veranlasse dann eine frist- und fachgerechte Gefahrenbeseitigung. Im Bereich des Försterbusches seien die Arbeiten an den Waldrändern hinsichtlich der Verkehrssicherungspflichten abgeschlossen worden.

Im Weiteren stellt Herr Lauche kurz die forstwirtschaftliche Maßnahme im Bereich der Matena dar. Mit den forstlichen Pflegemaßnahmen solle das Ziel einer
Bestandssicherheit im Hinblick auf eine generationenübergreifende Betrachtung durch Stärkung der Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen erreicht werden.
Im Weiteren sei eine öffentliche Begehung, mit ausführlichen Erklärungen zu den waldwirtschaftlichen Tätigkeiten geplant. Entsprechende Einladungen würden zu
gegebener Zeit über die örtliche Presse und Medien kommuniziert.
Herr Lauche verdeutlicht, eines der bedeutsamsten Güter sei die Ehrlichkeit im Auftreten gegenüber der breiten Öffentlichkeit. Er verwehre sich daher gegen nicht
haltbare Unterstellungen, denn die Öffentlichkeit werde seitens der Verwaltung offen, ehrlich und immer geradeaus informiert. Herr Lauche betont, das höchste Gut des Menschen sei das Leben, dies zu schützen, sei mit der gebotenen Sorgfalt und einem hohen Verantwortungsbewusstsein nachzukommen.

Herr Lauche unterrichtet den Ausschuss über den Eingang einer Fachaufsichtsbeschwerde hinsichtlich der durchgeführten forstlichen Maßnahmen im
Bereich An der Burg. Diese sei an die EU, das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen sowie an den Kreis Recklinghausen gerichtet. Da es sich um ein schwebendes Verfahren handele, könnten keine weiteren Ausführungen dazu gemacht werden.

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