Tabuthema – Gewalt in der Partnerschaft – Hilfe und Rat gibt es auch in Marl

Häusliche und sexualisierte Gewalt ist keine Privatsache, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Sie ist weit verbreitet und aufgrund des familiären Tatortes als Familiengeheimnis tabuisiert.
Viele Opfer schweigen aus Angst, aus Scham, aus Hilflosigkeit. Die Dunkelziffer sei daher sehr hoch! Aber das muss nicht sein, denn wenn man den Mut aufbringt kann einem geholfen werden! Denn Rat und Hilfe gibt es auch in Marl!

Im Jahr 2017 wurden unter den modifizierten Straftaten(-gruppen) Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Bedrohung, Stalking, Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution insgesamt 138.893 Opfer von vollendeten und versuchten Delikten der Partnerschaftsgewalt erfasst. Gemessen an der Gesamtzahl der unter diesen Straftaten(-gruppen) registrierten Opfer entspricht dies einem Anteil von 16,5%.
Bei Betrachtung der bis 2016 gültigen Kategorien (ohne Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution) wurden für 2017 insgesamt 131.995 Opfer (2016: 133.080 Opfer) erfasst.
Dies entspricht einem Rückgang von 0,8%. Von 2013 bis 2016 wurden noch steigende Opferzahlen festgestellt.
Für die 2017 neu hinzugekommen Deliktsbereiche Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution wurden 6.898 Opfer registriert.
Anzumerken ist, dass die Opferdaten der PKS – im Gegensatz zur Systematik der Tatverdächtigendaten (siehe Kapitel 2) – nicht auf einer „echten“ Zählung in dem Sinne beruhen, dass eine Person, die während eines Berichtszeitraums mehrfach als Opfer erfasst wurde, nur einmal als solche gezählt wird. Es werden vielmehr die Opferwerdungen von Personen erfasst, was einschließt, dass eine Person, die während eines Berichtszeitraums mehrmals Opfer wird, auch mehrmals gezählt wird.

Hier wird ihnen geholfen:

Telefonselsorge (bundesweiter freecall)
evangelisch
0800 111 01 11
katholisch
0800 111 02 22

Kinder und Jugendtelefon
0800 1 110 333

Elterntelefon
0800 1 110 550

Polizei
Notruf
110
Polizei-Inspektion
106-6

Psychologische Beratungsstelle
Rappaportstraße 10
Telefon: 0 23 65 / 9 67 60
Email: Psychologische.Beratungsstelle@Marl.de
Internetseite des Fördervereins der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Marl.

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